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Galerie

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2009

Begleitaustellung «Surimono»Giardina MesseKeramik-Werkstatt HilzingenAdachi-Workshop


Ikebana Begleitaustellung — «SURIMONO» Museum Rietberg

7. Dezember 2008 — 13. April 2009

Dem Chapter Zürich von Ikebana International bot sich die besondere Möglichkeit, die SURIMONO-Ausstellung im Museum Rietberg vom 7.Dezember 2008 bis 13.April 2009 wöchentlich mit einem Ikebana-Arrangement zu begleiten.


Diese speziellen japanischen Holzschnitte wurden farbig, auch metallig und teilweise sogar im Prägedruck hergestellt, die man dann gern Verwandten und Freunden zum Jahreswechsel als Glückwunschkarte geschenkt hat. Manchmal wurden die Bilder und Texte humorvoll sich ergänzend auf einander abgestimmt durch die entsprechenden Künstler im Sinne der Poeten und Auftraggeber dargestellt. So haben sich diese kleinen Werke, auch Kunst der Anspielung genannt, ausgezeichnet in den durch Schnurvorhänge abgeteilten, kabinettartigen Räumen sehr ansprechend präsentiert.


Vor 50 Jahren hat der Zeichner und Grafiker, Mario Lussy seine Sammlung der damaligen Kunstgewerbeschule und heutigem Museum für Kunst überlassen und sind in Vergessenheit geraten. Nun wurden 100 von 300 Kunstblättern der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und dem Museum Rietberg als Leihgabe zur Verfügung gestellt.


An der Vernissage hat der Direktor des Hauses, Herr Dr Lutz die Gäste begrüsst, die Kuratorin, Frau Dr Epprecht die aufwändige Zusammenarbeit der verschiedenen Fachkräfte erklärt und Herr Prof. Carpenter aus London war anwesend, der die sinnigen Texte feinfühlig übersetzt hat.


Während der Ausstellungsdauer haben 18 I.I.- Mitglieder aus fünf unterschiedlichen Schulen nach ihren Stilrichtungen abwechselnd mit zeitgemässem Pflanzenmaterial, in besonders ausgewählten, eigenen Gefässen und passenden Unterlagen ihre Ikebanaformen gestaltet. Die farbigen Blickpunkte an der Rückwand im Eingangsbereich des Neubaus begrüssten die vielen Besucher und bildeten einen hervorragenden Übergang zu den aussergewöhnlichen, qualitativ hochstehenden Druckgrafiken im Untergeschoss.


Renate Beurer — Chronistin

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Giardina 2009 — Garten- und Lifestyle Messe Zürich

18. — 22. März 2009

Es grünte so grün und es blühten die bunten Blumen an der GIARDINA 2009. Draussen wehte ein kühler Wind, der Himmel war oft bedeckt und die Natur war mit der Entwicklung noch sehr zurückhaltend. Aber durch die Messehallen wehte ein Frühlingsduft, die fröhlichen Farben leuchteten an manchen Ständen, während sich die Themengärten dezent in Grün und Weiss hielten. Auf 80‘000 Quadratmeter hatten 285 Aussteller versucht, den 63‘000 Besuchern neue Garten- und Terrassengestaltungen mit entsprechender Pflanzenwahl und -möglichkeit zu zeigen. Auch 27 Mitglieder von IKEBANA INTERNATIONAL Chapter Zürich haben die Gäste mit 45 IkebanaArrangements mit dem Thema TRADITION UND MODERNE erfreut. Gefallen haben die unterschiedlichen Formen der verschiedenen Ikebana-Schulen. Ebenso wurde die vielfältige Materialverwendung von immergrünen Ästen, vorgetriebenen Zweigen,ergänzenden Blättern und den ersten blühenden Boten des Frühlings bestaunt. Bewunderung erhielten die beiden grossen Bodenkreationen: eines modern mit schwarz gefärbten Palmblattteilen und roten Nelken, das andere eher traditionell: zu dicken Bambusrohren kreuz- und quergelegt auf weissem groben Kies - grüne Ruten, frische Korkenzieherweiden, weisse Lilien, zarte rosa und weisse Azaleen angeordnet. Anschaulich waren die wenigen Gegenüberstellungen der beiden Stile mit denselben Pflanzen. In hohen Vasen passte besser die alte Form, während in grossen, auch mehreren Schalen die neuere Art mit Linien, Flächen und Masse moderner wirkten.


Die fünf Vorführungen im Forum, neu in Halle 7, wurden mit Interesse verfolgt und nahher ausgiebig Fragen gestellt. Ausserdem bot sich wieder die Gelegenheit, I.I.-Magazine, Ikebana-Literatur, -Gefässe und -Zubehör zu erwerben. Der gelungenen Präsentation unserer vergänglichen Kunst geht viel Arbeit voraus und verlangt einen grossen Einsatz von jedem für die ganze Dauer des Anlasses. Den AusstellerInnen, Gönnern und HelferInnen beim Auf- und Abbau, der Organisation und besonders der Ausstellungsleiterin, Frau Angelika Kilp, ganz herzlichen DANK!


Renate Beurer — Chronistin

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Besuch der Keramik-Werkstatt Hilzingen

20. Juni 2009

Am Samstag, 20. Juni 2009 trafen sich bei leicht bedecktem Himmel 11 Personen (9 I.I.- Mitglieder und 2 Hiwis) auf dem Kirchenvorplatz in Hilzingen / Deutschland kurz nach der Grenze bei Schaffhausen. (Später noch 2 Personen) Herr Elmar Schmucker von der Stuttgarter Schule und Organisator dieses Ausflugs führte uns dann in die barocke Pfarrkirche „Peter und Paul“ erbaut 1747-1749, die auf alten Klostergewölben ruht.


Wir erfuhren viel über die religiöse und weltliche wechselhafte Zugehörigkeit dieses Ortes, der bereits 1275 im Hegau als Urpfarrei erwähnt wurde. Die heutige Dorfkirche mit den zwei halbrunden Ausbuchtungen gehört zum Kloster Petershausen und erstrahlt im hellen Glanz mit den schönen Gemälden an Decke und Wänden. Prächtigen Marien- und Heiligenbilder, die christlichen und menschlichen Tugenden in den Reliefs zieren den Innenraum. Der Hauptaltar, die Seitenaltäre und die Kanzel aus farbigen Stuckmarmor werden mit hochwertigen Schnitzereien, wie auch an den Chor-, Beichtstühlen und Bankwangen vorhanden, ergänzt. Die Kanzel ist von den vier Evangelisten mit ihren Symbolen umgeben (Mathäus-Engel, Markus-Löwe, Lukas-Stier, Johannes-Adler). Die Orgel (vermutlich Silbermann) und das schwungvolle Gitter in reichlicher Rokokogestaltung heben sich gut von der kahlen Turmrückwand ab.


Ein kurzer Spaziergang brachte uns bis vis-à-vis der Burg „Hohenkrähen“ wie üblich in dieser Gegend auf einem Vulkankegel, eine ehemalige Festung keltischen Ursprungs und der Name bedeutet „Felsen“ (Craig).


Nach einem gemütlichen reichlichen Mittagessen im Restaurant Hegauhaus fuhren wir nach Weiterdingen, wurden dort freundlich von Herrn Uwe Löllmann in seinem umgebauten Bauernhaus empfangen und erfuhren viel über seinen Werdegang an diesem Ort. Dann begleitete er uns in den Garten und auf‘s Gelände, wo kürzlich eine Ausstellung statt fand. Welch eine Überraschung - diese riesigen Gefässe und Teller vereint mit der Natur! Welch eine gewaltige Schaffenskraft und enorme Energie steckt dahinter! Nach einer gründlichen Ausbildung als Keramiker,Studienreisen und Arbeitsaufenthalten in Korea, Japan und USA entschied er sich immer mehr für die harmonischen, überlieferten Formen Asiens. Nun muss auch ein entsprechendes Verfahren für die Veredelung der Materie angewandt werden, damit ein Kunstwerk entsteht. Dann standen wir staunend vor dem Holzofen in der Feuergrube, der vierte im Hause, mannshoch,eiförmig gemauert und wird zweimal im Jahr in Betrieb gesetzt. Fasziniert lauschten wir der Schilderung eines Brennvorganges. Nachdem der Hohlraum ordentlich seitlich mit den grossen Stücken und den vielen kleineren fein säuberlich in Schichten auf Keramikplatten platziert,bestückt ist,wird der Ofen bis auf ein Feuerloch zugemauert. Drei Männer befeuern nun zusammen jedoch abwechselnd in 7-10 Tagen durchgehend den Inhalt durch den Schlund in gewissen Abständen mit unzähligen 50 cm langen Kiefernholzscheiten bis endlich 1300° C erreicht sind.


Die Flammen schlängeln sich durch die Zwischenräume und berühren mit züngelnden Bewegungen die Gegenstände. Asche wird umher geschleudert, fliegt mit der Hitze wild durcheinander und verbindet sich mit dem Ton zu schwärz- lich-schrundigen Spuren oder vereint sich mit der Masse zu einer meergrünen-gläsernen Schicht, leuchtend wie ein Smaragd, ähnlich einer Glasur. Besonders schön sind Tropfen, die wie Tränen bis zum Rand herunterlaufen. Durch die Löcher in der Rückwand entweicht die heisse Luft, verbrennt den Rauch und unnützliche Restbestände. Jede Aktion erfordert viele Erfahrungen und ein sehr grosses Einfühlungsvermögen. Gewisse Voraussetzungen wie Schwund und Spannungen sind leider nur schätzbar und das Arbeiten mit Ton und Feuer unberechenbar. Und so ist jeder Brand ein unheimliches Risiko mit einer enormen Herausforderung auf das zu erwartende Resultat.


Auf unseren Wunsch nahm der Künstler eine dunkle Stange Ton (verwittertes Urgestein aus Mittelfrankreich) aus der Lagerkiste, zentrierte den Klumpen auf der Scheibe und begann zu drehen. Um eine bauchige Hohlform zu erhalten, drückte er mit der Hand von innen nach aussen und nach oben wurde der Topf zu einer kleinen Öffnung zusammen gezogen. Danach durften wir all seine Schöpfungen und Kreationen von Teedosen, -Schalen und Wassergefässen im Haus bewundern und auch käuflich erwerben. Nach Kaffee und Tee mit feinem Kuchen von der Hausherrin mussten wir Abschied nehmen und möchten uns ganz herzlich für den schönen Tag bei den beiden Herren bedanken. Merci!


Renate Beurer — Chronistin

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Workshop — Arbeiten mit Pflanzlichem des Spätsommers

28. September 2009

An einem sonnigen Herbsttag, am Montag, dem 28.September 2009 trafen sich 11 Personen (3 Adachi, 2 Ikenobo, 1 Kaden Ryu, 1 Misho, 2 Ohara, 1 Sogetsu, 1 Stuttg. Schule) im Gemeinschaftszentrum Riesbach zum Workshop Arbeiten mit Pflanzlichem des Spätsommers. Reichliche Mengen von Bambus, Schilf, Gräsern, Stängeln, Farnen, Weinlaub-/ Klematisranken, Blüten, Blättern, Samen- und Fruchtständen waren auf Tischen und am Boden ausgebreitet.


Elisabeth Gubelmann vermittelte uns ihre Erfahrungen aus Kreativ-Kursen bei Floristen und Martha Bachmann zeigte uns Muster ihrer verschiedenen Vorbereitungsarbeiten. Während uns die eine hauptsächlich ältere, bereits verblichene, eher flächenhafte Bildkreationen und Dekorations-Postkarten vorstellte, zeigte die andere mehrheitlich dreidimensionale Objekte in runder Topfform, schräg gestufte Ovale, abgewinkelte Dreiecke und das speziell magisch geschlossene, gewundene Band.


Beiden Leiterinnen ist es ein Anliegen, den natürlichen Prozess bei den Pflanzen zu beobachten - wie sich im Herbst die Formen und Farben verändern - manchmal noch einmal kräftig aufleuchten - und sich nachher endgültig zurück zu ziehen,um dann im nächsten Frühling wieder prächtig zu erscheinen. Ein Wunder der Natur für mich jedes Jahr!


Nun alle an die Arbeit: Von einer dicken, 36 cm breiten Rolle Kupfergitter (in der Floristik „Broncenet“ genannt) erhielt jede Teilnehmerin nach Wunschgrösse entsprechende Drahtstücke. Für die Herstellung des eigenen Werkes konnte man nach Lust und Laune ganz persönliche Formen wählen. Entweder man faltete das Gitter der Länge nach schmal zusammen oder klappte die beiden Enden übereinander. Je nach Verwendung wurden die Flächen mit gradlinigem Material, farbigen Blättern, plastischen Blüten gestaltet und zwischendurch mit Farnen und Gräsern gepolstert. Zur Fertigstellung konnten die Drahtenden an der Querschnittkannte umgebogen werden und auf der Längsseite wurden die Ränder mit biegbaren Draht umwunden. Der Inhalt grosser Flächen musste manchmal auch zwischendurch an Stellen befestigt werden.


So entstanden bildhafte Dekorationen im Hoch- und Querformat zum Aufhängen, ein- und mehrteilig lange gebogene / geknickte Bänder zum Aufstellen. Bei den räumlichen Objekten bieten sich in jeder Blickrichtung unterschiedliche Ansichten: über Eck gefaltet oder wie ein liegendes Buch aufgeklappt.


Nach der gegenseitigen Besichtigung unserer Kreationen konnten wir noch schnell in netter Runde den köstlichen Imbiss geniessen. In der nächsten Zeit werden wir den Einschrumpfungsprozess des Materials unserer Werke beobachten und möchten uns ganz herzlich für die Organisation dieser Idee bei den Leiterinnen und Helfern bedanken. Merci!


Renate Beurer — Chronistin

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